Covid19 – regt sich der Widerstand?

Liebe Eltern,
wir spüren sehr deutlich den Druck, den die aktuellen Ausführungsbestimmungen in Kindergarten und Schule für Ihre Kinder und Sie bedeuten.
Mit viel Sachinformation versuchen wir aufzuklären und auf den unverändert milden Verlauf eventueller Covid Infektionen hinzuweisen.

In der Ärzteschaft regt sich inzwischen erheblicher sachlicher(!!!) Widerstand gegen das, was im Land passiert.

Die fachsachliche Meinung zum Thema unsererseits ist hinreichend bekannt, und deshalb lasse ich einmal andere Quellen sprechen.

  1. Artikel im Westfälischen Ärzteblatt vom 6.9.2020
    Westf-AEB
  2. Anschreiben eines Kollegen an die Landesregierung und andere Einrichtungen
    Hampe
  3. Buch:
    Reiss K, Bhakdi SCorona, Fehlalarm? – Zahlen, Daten, Hintergründe, Berlin, Goldegg, 2020
    **********************************************************

Dies alles in Summe, sollte doch zum Nachdenken anregen, ohne den Gegner (Coronaviren) zu verharmlosen.
Aber die “Verhältnismässigkeit der Mittel” sollte neu gesucht und umgesetzt werden.

Oder anders:
unter ca. 20.000 Patientenkontakten seit dem lockdown habe ich – Dr. Stute – KEINEN schwerwiegenden oder gar lebensbedrohlichen Verlauf gesehen.

Lassen Sie sich ermutigen: Ihre Kinder sind nicht mehr gefährdet als in anderen vorausgegangenen Infektionzeiten.
Und noch etwas: lassen Sie uns GEMEINSAM für die im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland verankerten Freiheitsrechte eintreten, die weiterhin in erheblichen Masse durch das Pandemiegesetz eingeschränkt/ausgehebelt  sind.

Dr. Meinolf Stute

Neue Impfempfehlung der STIKO: 2+1 Schema statt bisher 3+1 Schema

Liebe Eltern,

zum Beginn des Monats August 2020 hat es eine Aktualisierung der bestehenden Impfempfehlung gegeben, die Ihren Kindern das Impfen etwas erleichtert.

Das bisherige 3+1 Schema (3 Impfungen 5/6-fach im ersten Lebensjahr und 1 Impfung im zweiten Lebensjahr) ist für reifgeborene Kinder (>36.SSW) in ein 2 + 1 Schema gewandelt worden.

Konkret bedeutet dies, das 8 Wochen (bisher 4 Wochen) nach der Erstimpfung die erste Auffrischimpfung erfolgt.
Frühestens 6 Monate nach der zweiten Impfung erfolgt dann die dritte Abschlussimpfung.

Hier das Schema (ins das Bild klicken zur besseren Ansicht)

Frühgeborene Kinder sollten weiter nach dem bisher geltenden 3+1 Schema geimpft werden.

Nachsatz: die vielfach angefragte Meningokokken B Impfung ist unverändert KEINE öffentlich empfohlene Impfung!!

Ihr Praxisteam Dr. Stute

Schule/Kindergarten-Besuch – ja oder nein?

Liebe Eltern,

trotz einiger Lockerungen bzw. Änderungen herrscht weiterhin grosse Unsicherheit, wann Ihre Kinder öffentliche Einrichtungen besuchen dürfen, wenn sich Symptome eines Infektes einstellen.
Und damit verknüpft natürlich auch die Frage, wann Sie Ihre Kinder beim Arzt vorstellen sollten.

Vielleicht drucken Sie sich folgende “Checkliste” aus:

Ο Fieber (Temperatur rektal über 37,8 Grad)

Ο Schnupfen

Ο REGELMÄSSIGER Husten

Ο Kopfschmerzen

Ο Durchfall

Ο auffällige Abgeschlagenheit/Erschöpfung/Schlafverhalten

Ο veränderter Geschmacksinn/Geruch

Es kommt nun NICHT auf das Einzelsymptom, sondern die Kombination mehrerer Symptome an.
Treffen neben Fieber (!) mehr als 3 der genannten Symptome zu, sollten Sie Ihre Kinder erst einmal daheim lassen und 48 Stunden abwarten, was sich unter einer evtl. Therapie verändert.

Klingen die Symptome in dieser Zeit nicht ab, sollten Sie uns Ihre Kinder durchaus vorstellen.

Die Verantwortlichkeit und Entscheidung der Rückkehr in Kindergarten oder Schule liegt bei den Eltern und darf ohne ärztliches Attest getroffen werden.
Unberührt davon bleiben meldepflichtige Erkrankungen, diese müssten nach wie vor ärztlich attestiert werden.

Kinder, die “lediglich” einen Fleissschnupfen haben und gelegentlich durch das herunterlaufende Sekret husten, dürfen nach medizinischer Einschätzung weiterhin die Einrichtungen besuchen, wenn sie fieberfrei sind.

Mit diesen Tips hoffen wir das Vorgehen etwas zu erleichtern.

Ihr Praxisteam Dr.Stute

 

Fragen, die zu Covid19 einmal gestellt werden müssen

Liebe Eltern und Patienten,

je länger die sogenannte “Corona-Krise” unser Land durchzieht, um so mehr drängen sich Fragen auf, auf die ich bisher keine Antwort bekommen habe.
Alle Fragen sind praktisch gestellt und entstanden im täglichen Umgang mit Covid19.

1. Frage
Wenn es korrekt ist, dass von Beginn der Krise an, Menschen über 60 Jahre alt zur Risikogruppe gehören, warum werden Ärzte nicht besonders vor der Infektion geschützt?
Hintergrund: mehr als 50% der in Deutschland tätigen Medizinnerinnen und Mediziner sind älter als 60!
Der Staat musste also davon ausgehen, dass ein erheblicher Teil der Ärzte in dieser Altersgruppe erkranken oder versterben können.
Warum ist das Risiko  – das eine flächendeckende medizinische Unterversorgung zur Folge hätte – eingegangen worden?
Warum musste wir Medziner alle, ob mit Grunderkrankung oder ohne, ob mit Risiko oder ohne, ohne Schutzkleidung/”Schutzmantel” weiterarbeiten?

2. Frage
Wieso dauert die Testung bei Selbstversicherern (sogenannte Privatpatienten) im Schnitt 24 Stunden und bei Kassenpatienten bis zu 7 Tagen?
Anfangs dachte ich an den Zufall, mittlerweile hat es aber System………..

3. Frage
An allen Stellen werden wir in unserer medizinischen Tätigkeit mit Qualitätsstandards und – kontrollen konfrontiert. Das ist gut und richtig so.
Wo bleibt die Kontrolle der Abstrichtechnik? (nur der Abstriche DURCH die Nase in den hinteren Nasenrachenraum ist korrekt).
Wo bleibt die Qualitätskontrolle der Laboreinrichtungen, die plötzlich jedes Unternehmen vorhalten kann??
Bei Nachfrage höre ich von getesteten Patienten immer, dass lediglich in der Wangentasche oder in seltenen Fällen mal auf den Mandeln der Abstrich gemacht wurde?
Haben wir es also mit einer hohen Zahl falschnegativer Befunde zu tun??
Ist das Personal, das Abstriche entnimmt überhaupt sach- und fachgerecht angeleitet worden?
Wie kann das – in der Vergangenheit oft belächelte, chronisch unterbesetzte – öffentliche Gesundheitswesen, plötzlich zur diagnostischen und statistischen Tragsäule einer Pandemie werden?

4. Frage
Als die Coronawelle Deutschland Ende Januar erreichte, existierte kein Abstrichtestverfahren und auch kein Antikörperverfahren, das über die nötige Sicherheit verfügte (Signifikanz etc.).
Sind Zahlen unter diesem Gesichtspunkt überhaupt statistisch haltbar?
Wieso sind in der PCR positiv getestete Patienten im Antikörpernachweis nach 10-14 Tagen immer noch negativ?? (Das habe ich verblindet in der Praxis getestet).

5. Frage
In Kindergärten werden – für mich psychologisch nachvollziehbar – intern keine Mund-Nasen-Bedeckungen getragen, sondern nur bei der Übergabe.
In Arztpraxen egal welcher Fachrichtungen gelten strenge Bestimmungen, die den Kindern psychologisch genau so schaden, wie das sonstige Tragen einer wie auch immer gearteten Mundnasenbedeckung ausserhalb der Praxen.
Wieso mutet man dem Personal und uns Ärzten ERZWUNGEN das mehrstündige Tragen von Masken zu, dass sich psychologisch und gesundheitlich negativ auswirkt?
Eine sinnvolle gründliche Untersuchung ist nur im unmittelbaren Kontakt zum Kind und Abnahme einer Mundnasenbedeckung möglich?

6.Frage
Bis heute bemühe ich mich um den Bezug sicherer wissenschaftlicher Informationen. Es erstaunt mich, dass ich bei eingeschalteten Werbeblockern meines Browsers (Safari, Firefox, Chrome) keinen Zugriff auf mehr als 90% derartiger Informationen bekomme.
Geht es doch nur um das Geschäft?
Oder sind es bewusste Fehlinformationen (neudeutsch “fake-News”?

7. Frage
in kürzesetr Zeit wird einem Unternehmen (deutsche Lufthansa) eine Millarden-starke Stütze aus Steuermitteln “gewährt”, während alleinerziehende Mütter nicht mehr wissen, wie sie angesichts von stattgefundener Arbeitslosigkeit (nahezu die gesamte Reisebranche), Ihre Kinder und sich “durchbringen” können.
Wird in unserem Land mit unterschiedlichen Mass gemessen?

8. Frage
Die Zahlen im Fleischunternehmen Tönnies wären eindrücklich, wenn sie stimmen sollten (siehe obige Fragen).
Aber nirgendwo taucht eine Information auf, die sich zum Gesundheitszustand der Betroffenen äußert?
DAS würde mich sehr interessieren? Geht es nicht um die Betroffenen??
Wieviele positiv getestete Mitarbeiter haben Symptome?
Wieveile sind krank?
Wieviele liegen in Krankenhäusern?
Wieviele davon auf Intensivstationen?
Wieviele sind bisher verstorben?
Das wäre Fakten, mit den denen man forschen, untersuchen und sinnvolle Schlüsse ziehen könnte?
Was ein renommierter Wissenschaftler zum Umgang mit derartigen Dingen sagt, kann hier nachgelesen werden:
https://www.deutschlandfunk.de/statistiker-zu-covid-19-viele-faktoren-haben-wir-nicht-mal.676.de.html?dram:article_id=478746

Die Liste an Fragen liesse sich noch weiter fortsetzen, aber wer es bis hier hin geschafft hat, hat sich tapfer durchgekämpft und sich drängenden Fragen ausgesetzt. Danke für das Mitlesen und Auseinandersetzen!!

Zu Papier habe ich diese Fragen gebracht, um den Leser für eine kritische Auseinandersetzung mit dem Thema zu sensibilisieren – nicht um Unruhe zu stiften; davon haben wir genug!!

Sollte eine Institution oder Person oder die Politik seriöse Antworten auf die gestellten Fragen haben, schreiben Sie die Antwort gerne an praxis.stute@gmx.de

Covid19 – eine (persönliche) Zwischenbilanz

Nun sind wir im dritten Monaten mit der sogenannten Krise beschäftigt, und es an der Zeit, eine Zwischenbilanz zu ziehen.

Das mache ich gerne, da alles, was wir bisher erlebt haben, Anlass zu Dankbarkeit geben kann.

  • wir haben in all den Wochen keinen ernsthaften – oder gar stationären – Verlauf der sogenannten “Covid-Infektion” mit unseren Patienten erlebt
  • es gab – vor allem im Rückblick VOR dem sogenannten lockdown – von den Symptomen typischer Erkrankungen, die aber allesamt in einer milden grippalen Symptomatik verlaufen sind
  • der “lockdown” hat auch andere Infektionswellen zum Erliegen gebracht, bereits Mitte März sahen wir kaum noch Influenzainfektionen
  • in unserem Team ist während der gesamten Welle niemand erkrankt oder hat Corona-verdächtige Befunde gezeigt
  • Abstandregeln und Maskenpflicht sind beispielhaft von Eltern wie Kindern beherzigt und umgesetzt worden
  • alle PCR Teste, die wir durchgeführt haben, und auch Antikörper-Teste sind bisher negativ ausgefallen
  • in der Summe haben wir bis auf 2(!!) Fälle keinen offensichtlichen “Corona-Fall” MIT NACHWEIS erlebt oder dies von Eltern mitgeteilt bekommen, sofern bei den Gesundheitsämtern eine Untersuchung durchgeführt wurde

Soweit die Positivseite.

Es gab oder gibt zunehmend Probleme im Umgang mit der Pandemie Situation

Also ein paar Worte zur Negativseite:

  • sensible Kinder, vor Grundschulkinder und Jugendliche reagieren depressiv oder agressiv auf die anhaltende Situation; der psychologische Wirkung des lockdowns kommt mit aller Macht zum Tragen!!!
  • das Tragen der Mundnasebedeckung wird von nahezu allen Personen als belastend, unangenehm und beklemmend empfunden. Wir gehen abends durch das permanente Rückatmen des CO2 erschöpfter und sehr müde nach Hause
  • nahezu alle befragten Kinder wünschen das Tragen des Mund-Nase-Schutzes seitens des Arztes oder Personals NICHT!! (finde ich persönlich sehr interessant)
  • die Angst, als Erwachsener ungewollt und unerkannt die Erkrankung zu übertragen ist hoch, insbesondere bei Lehrkräften, Erieherinnen und medizinisch tätigen Personal.
    Hier kommt es zu einer Umkehr der Verantwortung, die ich bedenklich finde.
    So lange keine Krankheitszeichen vorliegen, darf jeder mit den entsprechenden Schutzmassnahmen angstfrei sich bewegen!

In der Summe also ein gemischtes Bild und auch ein gemischtes Gefühl.
Als Mediziner stehe ich nach wie vor vor einer grossen Zahl unbeantworteter Fragen, glaube aber, dass unser Land die Situation bisher gut gemeistert hat und es Grund gibt, mit bedächtigen Lockerungen allmählich wieder zur Normalität zurückzukehren.

Ihnen und den Kindern wünsche ich eine gute Erholung aus dieser Situation und das Zurückgewinnen alter Sicherheiten und Lebensgewohnheiten.

Denen, die existenziell in Not geraten sind: fassen Sie Mut, nehmen Hilfe in Anspruch und schöpfen Sie aus Ihren Begabungen und Möglichkeiten. Lassen Sie sich NICHT unterkriegen!!

Dr. Stute 19.6.2020

….wir trotzen der Krise und suchen Verstärkung für unser Team

Zum 1.7.2020 suchen wir

eine(n) medizinische(n) Fachangestellte(n) in Vollzeit!

Wenn Sie gerne mit Kinder arbeiten, Wert auf ein tolles Arbeitsteam legen, dann sind Sie bei uns richtig.

Senden Sie Ihre Bewerbung an praxis.stute@gmx.de, rufen uns an (Frau Grünberg) oder schicken Ihre Bewerbung auf dem Postweg.

Praxis Dr. med. Meinolf Stute
Evinger Str. 538
44339 Dortmund

Telefonnummer 0231 800041

Wir freuen uns auf die Verstärkung!!

Das Praxisteam Dr. Stute

Kreatives und liebenswertes in der Zeit der Krise

Liebe Eltern, liebe Patienten,

manches in diesen verwirrenden Zeiten verdient, erwähnt zu werden. Im Rahmen einer Vorsorge schilderte mir eine Mutter Ihre spezielle Art der Kreativität und Unterstützung von Kindern, für die die Krise eine weitere Erschwernis darstellt.
Sie malt und veräußert Aquarellzeichnungen für einen guten Zweck!!

Sollten Sie interessen an den Bildern haben, so wenden Sie sich an Frau Huth, die mir nachfolgende mail geschickt hat.

Sehr geehrter Herr Dr. Stute,

ich freue mich sehr, dass Sie uns dabei unterstützen wollen, meine Aquarelle für den guten Zweck auf Ihrer Homepage vorzustellen.

Die Aktion läuft in Kooperation mit dem Ladies´ Circle Dortmund, ein ehrenamtlicher Verein, der sich für die Belange von Kindern und Jugendlichen einsetzt und die Einnahmen und Spenden zu 100% an Fruchtalarm weitergibt.

Fruchtalarm ist ein “Bielefelder Original“. Das Projekt entstand bereits 2010 aus der persönlichen Betroffenheit eines Bielefelder Paares, welches seinen kleinen Sohn durch eine Krebserkrankung verlor.
Die Erfahrungen dieser schlimmen Zeit, besonders das Erleben des tristen und belastenden Alltags auf einer onkologischen Station, war so einschneidend, dass hieraus der Gedanke entstand, den Kindern wöchentlich eine Freude zu bereiten und wenigstens für einen kurzen Augenblick „Farbe“ durch bunte Cocktails in den bedrückenden Kinderalltag zu bringen.
Fruchtalarm ist eine einfache Idee mit großer Wirkung, die direkt bei den jungen Krebspatienten ankommt.

Ein geschultes Team besucht die Kinderkrebsstationen der teilnehmenden Krankenhäuser und mixt zusammen mit den Kindern bunte Cocktails nach deren Wünschen. Auch die Dortmunder Kinderklinik nimmt teil.
So erfahren die Kinder Abwechslung und erleben auch wieder verschiedene Geschmäcker, denn durch die Chemotherapie ist bei vielen der Geschmackssinn getrübt oder verändert.

Ein wirklich tolles und gut zu unterstützendes Projekt, dem ich die Einnahmen meiner Bilder gerne spende.

Weitere Infos finden Sie auch hier: https://www.fruchtalarm.info oder https://www.ladies-machen-fruchtalarm.de

Bei Rückfragen kontaktieren Sie mich gerne!

Mit freundlichen Grüßen
Hier eine kleine Auswahl der Bilder……….

Auf der Suche nach seriösen Informationen und Quellen…….

Liebe Eltern, liebe Patienten,

so oder ähnlich könnte ich das tagtägliche Ringen mit der Covid19 Situation nennen.
“Alltags”-Presse gehört sicherlich nicht dazu, ebenso wenig die allgegenwärtigen “online”-Medien.

Wissenschaftlich die Situation zu betrachten ist sehr schwierig, da eine klare und durchschaubare Datenlage fehlt (z.B. Obduktionsergebnisse von Patienten, die IM ZUSAMMENHANG mit einer Covid19 Infektion verstorben sind).

Warum schreibe ich das?
Ihr und unser Ringen um den Erhalt der Gesundheit der Kinder braucht einer sachliche und wissenschaftlich sauber erarbeitete Grundlage.
Was nach ca. 6 Wochen Verlauf dazu gehört, sind die Stimmen aus Klinik und Praxis, die aufmerksam und sachlich berichten, wie sie die Situation erleben.
Kein Versteigen in Verschwörungstheorien, keine Mutmassungen, keine unwissenschaftlichen Theorien; nein Sachinformationen sind gefragt – und die benötigen ZEIT!!!.

Hier eine Stellungnahme zur Besonderheit der Kinder und Jugendlichen:

Prof. Müller, Kinderklinik Passau, Statement aus der Klinik als Chefarzt und Vater

Und hier ein m.E. hochinteressantes Video, dass die Grundproblematik des Themas sehr genau aufzeigt.

Prof. Haditsch Wien: Allgemeines und Spezielles zur aktuellen Coronawelle

Nehmen Sie sich die Zeit, und setzen sich mit den Beiträgen auseinander. In beiden wird das Thema kritisch, wissenschaftlich fundiert und wachrüttelnd behandelt.

Und noch ein persönlicher – wissenschaftlicher – Nachsatz:
warten Sie nicht auf die Covid19-Impfung!!
Eine seriöse und zuverlässige und langfristig gut verträgliche Impfung benötigt in der Entwicklung, Forschung, klinischen Testung und Marktreife ein Zeitfenster von mindestens 1,5 – 2,5 Jahren.

Persönlich werde ich mich nicht zu einer Impfung mit einem unerforschten und unzureichend getesteten Impfstoff entscheiden.
Die Spätfolgen des sog. Schweinegrippeimpfstoffes von 2009 sehen wir bis heute!!

Es geht statt dessen weiterhin um einen verantwortlichen Umgang mit den Risikogruppen. Diese sollten – ethisch vertretbar!! – weiter geschützt werden.

An dieser Stelle muss ich als Pädiater auch sagen, dass wir bei unseren Patienten eine vergleichsweise entspannte Situation erleben; in der Erwachsenenmedizin habe ich grossen Respekt vor der Leistung der Kollegen.
Aber ich wünsche mir auch, dass wir aus der geschaffenen Isolation gut wieder herausfinden und ethisch verantwortlich mit den wirklich Gefährdeten umgehen.

Dr. M. Stute

Covid19 – die Presse “treibt die nächste Sau durch das Dorf”

Liebe Eltern und Patienten,

ein provozierender Titel – aber allmählich reicht uns (wie auch Ihnen??) der Stil der allgegenwärtigen Presse.
Es geht um die bedohlich wirkende Warnung vor komplizierten Verläufen der Covid19 Infektion bei Kindern (Fallberichte aus England).

Lassen Sie sich bitte durch derartig reisserische Nachrichten nicht verunsichern. Die Verläufe bei Kindern sind nur in Ausnahmefällen schwerwiegender und stellen NICHT die Regel dar.
Wir achten auf die geschilderten Symptome schon immer – auch ausserhalb Covid19 – sehr genau!

Im Studium hat man mir den Satz eingebleut: “… häufiges ist häufig, seltenes ist selten und das ganz seltene wirst Du kaum erleben…
So sollte es auch auf die schwerwiegenden Verläufe der Covid19 Infektionen bei Kindern angewendet werden.

Hier eine wirklich seriöse Quelle, die lesenswert ist: die Schweizer Gesellschaft für Kinderheilkunde nimmt Stellung!

Als Mediziner grenzen für mich inzwischen viele Meldungen der Tagespresse an Unverantwortlichkeit und vorsätzliches Panikmachen.
Motto: nur schlechte Nachrichten sind (für den Herausgeber) gute Nachrichten, da es viel schneller als das Positive gelesen wird.

Deshalb aus meiner Sicht der letzten Monate einmal bewusst die positiven Aspekte:

– Eltern wie auch Kinder gehen sehr diszipliniert mit der Situation um!!

– die Vorsorgen und Impfungen werden unverändert wahrgenommen! Danke!!

– wir verzeichnen als Team keinen einzigen Krankheitstag seit Anfang Februar, sind also gesund trotz eines höheren Expositionsrisikos seit Ende Januar!!!!

– Eltern wie auch Kinder halten sich ausgezeichnet an Abstandregeln, Tragen des Mundschutzes, Hygienemassnahmen,……..

– Eltern wie auch Kinder sind der sachlichen Beratung sehr gut zugängig, und “Lagerkoller” bewältigen wir gemeinsam

– es erfolgt IMMER eine telefonische Anmeldung, wenn Kinder vorgestellt werden. Das ist SUPER!!!

– die email (z.T. mit Bildern bei Hauterkrankungen) hat einen neuen Stellenwert und wird gerne  genutzt

– wir erleben als Praxis ausnahmslos Wertschätzung. Das ist genial!!

Und in der Sache:
wir haben einen komplizierten Verlauf erlebt (rückblickend), den das betroffene Kind Wochen vor der “offiziellen Krisensituation” durchlebt hat.
Ein korrekter und gewissenhafter stationären Aufenthalt und eine mehrwöchige Rekonvaleszenz hat zu einer vollständigen Gesundung des betroffenen Kindes geführt.

…so sollte es eigentlich richtig sein….

Ihr Praxisteam & Dr. Stute

Tragen von Masken / Schutzkleidung in unserer Praxis

Liebe Eltern,

…die ungewöhnlich langen Haare sind dem geschlossenen Friseursalon geschuldet….

immer häufiger werden wir angesprochen, wann das Personal und die Ärzte in unserer Praxis Masken tragen? Selbstverständlich folgen wir der Anordnung der Landesregierung NRW vom 27.4.2020.
Mit ein paar Zeilen möchte ich wegen vieler Nachfragen eine vernünftige – aber persönliche Meinung – zu diesem Thema abgeben.

  1. Womit haben wir es im Rahmen der sogenannten Covid19 Krise zu tun?
    Es handelt sich um eine Virusinfektion – vergleichbar mit Influenzaviren, RS Viren, Metapneumovirusviren als winzigste Erreger – die als Tröpfcheninfektion von Mensch zu Mensch übertragen werden kann.
    Voraussetzung ist dabei ein aktives Husten oder Niesen, so dass ein tröpfchengesättigter Luftstrom bewegt wird. In dieser Art werden die Coronaviren vom Überträger auf den Gesunden übertragen.
  2. Welche Gruppen von Menschen sind in besonderer Weise “bedroht”?
    Nach derzeitigen Kenntnisstand und Informationen aus dem Stadtgebiet und der näheren Umgebung stellt die Covidinfektion eine Bedrohung für Menschen mit schwerwiegenden Grunderkrankungen UND einer gewissen Altersschwelle dar.
    Dieser Personenkreis muss geschützt werden!!
    Säuglinge, Kleinkinder, Schulkinder und Jugendliche zählen bisher NICHT zum Risikokreis.
    Ein eingeschränktes Risiko haben Kinder mit chronischen und schwerwiegenden Grunderkrankungen, ohne dass bisher Erkrankungen mit Todesfolge berichtet wurden.
  3. Warum also die Empfehlung des Maskentragens in der Öffentlichkeit?
    Problematisch könnte sich der “stille Überträger” darstellen, also der Mensch, der Covid19 übertragen kann, ohne selber Krankheitssymtome zu entwickeln.
    Das ist DIE GROSSE UNBEKANNTE in der gesamten Diskussion.
    Weder eine durchgemachte Infektion noch das stille Tragen der Infektion ist bisher diagnostisch nachzuweisen – es sei denn, wir würden täglich einen Abstrich machen (lassen) – was nicht umsetzbar ist.
  4. Wen schützt die Maske und welche Maske schützt?
    Diese Frage ist ebenfalls schwer zu beantworten.
    Bis auf wenige professionelle Atemschutzmasken, wird immer ein Luft-/Tropfchenstrom aus der Maske austreten. Hinzu kommt, dass die marktüblichen Masken sich der kindlichen Anatomie kaum anpassen.
    Dennoch kommt es zu einer Minderung des Luft-Tröpfchenstroms, und damit zur Reduktion – aber nicht dem Ausschalten – des Übertragungsrisikos.
    Nach derzeitigen Kenntnisstand scheint es so zu sein, dass die Maske mehr Schutz für die Umgebung als für den Maskentragenden bedeutet. Konkret: sich schützen funktioniert nur eingeschränkt, den Anderen schützen mit Maske UND SICHERHEITSABSTAND: ja.
  5. Wann sollte die Maske getragen werden?
    Wenn ein empfohlener Sicherheitsabstand nicht eingehalten werden kann, oder wenn Risikopatienten (s.o.) einen nicht vermeidbaren Kontakt haben, sollten BEIDE Personen geeignete Masken tragen und alle geltenden Hygieneregeln beherzigen.
    Das Maske tragen ersetzt Händewaschen, Abstand halten, Husten und Niesen in die Ellenbeuge NICHT!
    Personen mit Problemen der Atemwege dürfen in Ausnahmefällen auf die Maske verzichten (Lnd.nrw.de vom 27.4.2020)
  6. Umgang mit den Fragen in der Praxis?
    Wir haben es hin und her diskutiert und nach eine praktikablen Lösung gesucht. Eine Entscheidungsfindung ist nicht leicht, zumal in einer Kinderarztpraxis einige Besonderheiten herrschen, die berücksichtigt werden sollten:
    nicht Ihre Kinder gelten als besonders gefährdet (was das Durchleben der Erkrankung angeht), sondern das Praxispersonal und die Ärzte, die den täglichen Kontakt mit den Kindern haben
    – dennoch sollte die potentielle Übertragung in der Praxis vermieden werden, da Kinder häufiger stille Überträger sein werden
    – da die Untersuchung des Kindes IMMER das Unterschreiten des Sicherheitsabstandes bedeutet, muss vor allem der Arzt und die begleitende Arzthelferin auch auf eine eigene Infektion achten
    Mund, Nase, Mundhöhle und Zähne gehören zu einer vernünftigen Untersuchung dazu. Spätestens hier, muss das Maske tragen aufgegeben werden
    psychologisch ist das Maske tragen des Arztes und Personals für Kinder befremdlich bis angsteinflössend. Eine Mutter sagte spontan: ” …..für meine Kinder ist es schrecklich, wenn der vertraute Kinderarzt Maske targen würde”.
  7. Konkreter Umgang in der Praxis:
    – grundsätzlich werden von allen Personen in der Praxis Masken getragen
    – wir achten seit Wochen auf den Sicherheitsabstand und haben den ohnehin geltenden Hygienestandard noch einmal verstärkt.
    – wir respektieren das Tragen der Masken seitens der Eltern und Kinder sehr wohl, und werde nur zu Untersuchungszwecken das Abnehmen der Maske erbitten
    sollten Sie die Untersuchung durch den Arzt/Arzthelferin ohne Maske wünschen, so können Sie dies gerne am Empfang mitteilen und wir werden eine Lösung finden.

Ihr Dr. Stute & Team

Nachsatz: ….im Übrigen wünschen wir uns, dass sämtliche Politiker zum Schutz der Mitarbeiter der Medien (das sind die politischen Dienstleister!!) während Interviews und Sendungen Masken tragen!