Fragen, die zu Covid19 einmal gestellt werden müssen

Liebe Eltern und Patienten,

je länger die sogenannte “Corona-Krise” unser Land durchzieht, um so mehr drängen sich Fragen auf, auf die ich bisher keine Antwort bekommen habe.
Alle Fragen sind praktisch gestellt und entstanden im täglichen Umgang mit Covid19.

1. Frage
Wenn es korrekt ist, dass von Beginn der Krise an, Menschen über 60 Jahre alt zur Risikogruppe gehören, warum werden Ärzte nicht besonders vor der Infektion geschützt?
Hintergrund: mehr als 50% der in Deutschland tätigen Medizinnerinnen und Mediziner sind älter als 60!
Der Staat musste also davon ausgehen, dass ein erheblicher Teil der Ärzte in dieser Altersgruppe erkranken oder versterben können.
Warum ist das Risiko  – das eine flächendeckende medizinische Unterversorgung zur Folge hätte – eingegangen worden?
Warum musste wir Medziner alle, ob mit Grunderkrankung oder ohne, ob mit Risiko oder ohne, ohne Schutzkleidung/”Schutzmantel” weiterarbeiten?

2. Frage
Wieso dauert die Testung bei Selbstversicherern (sogenannte Privatpatienten) im Schnitt 24 Stunden und bei Kassenpatienten bis zu 7 Tagen?
Anfangs dachte ich an den Zufall, mittlerweile hat es aber System………..

3. Frage
An allen Stellen werden wir in unserer medizinischen Tätigkeit mit Qualitätsstandards und – kontrollen konfrontiert. Das ist gut und richtig so.
Wo bleibt die Kontrolle der Abstrichtechnik? (nur der Abstriche DURCH die Nase in den hinteren Nasenrachenraum ist korrekt).
Wo bleibt die Qualitätskontrolle der Laboreinrichtungen, die plötzlich jedes Unternehmen vorhalten kann??
Bei Nachfrage höre ich von getesteten Patienten immer, dass lediglich in der Wangentasche oder in seltenen Fällen mal auf den Mandeln der Abstrich gemacht wurde?
Haben wir es also mit einer hohen Zahl falschnegativer Befunde zu tun??
Ist das Personal, das Abstriche entnimmt überhaupt sach- und fachgerecht angeleitet worden?
Wie kann das – in der Vergangenheit oft belächelte, chronisch unterbesetzte – öffentliche Gesundheitswesen, plötzlich zur diagnostischen und statistischen Tragsäule einer Pandemie werden?

4. Frage
Als die Coronawelle Deutschland Ende Januar erreichte, existierte kein Abstrichtestverfahren und auch kein Antikörperverfahren, das über die nötige Sicherheit verfügte (Signifikanz etc.).
Sind Zahlen unter diesem Gesichtspunkt überhaupt statistisch haltbar?
Wieso sind in der PCR positiv getestete Patienten im Antikörpernachweis nach 10-14 Tagen immer noch negativ?? (Das habe ich verblindet in der Praxis getestet).

5. Frage
In Kindergärten werden – für mich psychologisch nachvollziehbar – intern keine Mund-Nasen-Bedeckungen getragen, sondern nur bei der Übergabe.
In Arztpraxen egal welcher Fachrichtungen gelten strenge Bestimmungen, die den Kindern psychologisch genau so schaden, wie das sonstige Tragen einer wie auch immer gearteten Mundnasenbedeckung ausserhalb der Praxen.
Wieso mutet man dem Personal und uns Ärzten ERZWUNGEN das mehrstündige Tragen von Masken zu, dass sich psychologisch und gesundheitlich negativ auswirkt?
Eine sinnvolle gründliche Untersuchung ist nur im unmittelbaren Kontakt zum Kind und Abnahme einer Mundnasenbedeckung möglich?

6.Frage
Bis heute bemühe ich mich um den Bezug sicherer wissenschaftlicher Informationen. Es erstaunt mich, dass ich bei eingeschalteten Werbeblockern meines Browsers (Safari, Firefox, Chrome) keinen Zugriff auf mehr als 90% derartiger Informationen bekomme.
Geht es doch nur um das Geschäft?
Oder sind es bewusste Fehlinformationen (neudeutsch “fake-News”?

7. Frage
in kürzesetr Zeit wird einem Unternehmen (deutsche Lufthansa) eine Millarden-starke Stütze aus Steuermitteln “gewährt”, während alleinerziehende Mütter nicht mehr wissen, wie sie angesichts von stattgefundener Arbeitslosigkeit (nahezu die gesamte Reisebranche), Ihre Kinder und sich “durchbringen” können.
Wird in unserem Land mit unterschiedlichen Mass gemessen?

8. Frage
Die Zahlen im Fleischunternehmen Tönnies wären eindrücklich, wenn sie stimmen sollten (siehe obige Fragen).
Aber nirgendwo taucht eine Information auf, die sich zum Gesundheitszustand der Betroffenen äußert?
DAS würde mich sehr interessieren? Geht es nicht um die Betroffenen??
Wieviele positiv getestete Mitarbeiter haben Symptome?
Wieveile sind krank?
Wieviele liegen in Krankenhäusern?
Wieviele davon auf Intensivstationen?
Wieviele sind bisher verstorben?
Das wäre Fakten, mit den denen man forschen, untersuchen und sinnvolle Schlüsse ziehen könnte?
Was ein renommierter Wissenschaftler zum Umgang mit derartigen Dingen sagt, kann hier nachgelesen werden:
https://www.deutschlandfunk.de/statistiker-zu-covid-19-viele-faktoren-haben-wir-nicht-mal.676.de.html?dram:article_id=478746

Die Liste an Fragen liesse sich noch weiter fortsetzen, aber wer es bis hier hin geschafft hat, hat sich tapfer durchgekämpft und sich drängenden Fragen ausgesetzt. Danke für das Mitlesen und Auseinandersetzen!!

Zu Papier habe ich diese Fragen gebracht, um den Leser für eine kritische Auseinandersetzung mit dem Thema zu sensibilisieren – nicht um Unruhe zu stiften; davon haben wir genug!!

Sollte eine Institution oder Person oder die Politik seriöse Antworten auf die gestellten Fragen haben, schreiben Sie die Antwort gerne an praxis.stute@gmx.de